Kitesurfen in Portugal

Michal Grupa

Campervan Whisperer

Kitesurfen in Portugal bei Sonnenuntergang.

Portugal ist für den Wind gemacht. Ab dem Moment, in dem die Nortada gegen Mittag einsetzt und den Atlantik in saubere weiße Linien kämmt, verwandelt sich diese ganze Küste in einen Spielplatz. Kitesurfen in Portugal bedeutet flache Lagunen, die bei Niedrigwasser wie Glas daliegen, wilde Flussmündungen im Norden und lange, leere Strände im Süden, an denen du eine Stunde fahren kannst, ohne einen zweiten Kite zu sehen. Fast 1.000 Kilometer Küste, und der Wind ist an fast jedem Sommernachmittag da.

Bei Siesta Campers sind wir seit Jahren auf dieser Küste unterwegs und jagen den Bedingungen hinterher. Ein Van ist die ehrlichste Art, das zu tun. Wind ist launisch. Vorhersagen verschieben sich. Wenn es an der Nordküste einschläft und die Algarve loslegt, fährst du einfach los. Kites hinten drin, Neo trocknet auf dem Dachträger, Abendessen dort, wo du für die Nacht stehen bleibst.

Hier ist unser Guide zu den besten Kitesurf-Spots in Portugal, dazu die beste Reisezeit, wo du es lernst und was die Locals wissen, das dir keine Vorhersage verrät.

Nordportugal: Nortada-Land

Kitesurfen im Norden Portugals ist rau. Kaltes Wasser, große offene Strände und der zuverlässigste Wind des Landes. Ab Mai weht die Nortada, der thermische Nordwind, der die iberische Küste hinunterläuft, fast täglich. Meist setzt sie am frühen Nachmittag ein und hält bis Sonnenuntergang. Dieser Abschnitt ist außerdem das Kernland des Windsurfens in Portugal, und wenn du dich rund ums Kitesurfen in Porto einrichtest, liegt alles Folgende in bequemer Fahrweite.

1. Praia do Cabedelo, Viana do Castelo: Die Windmaschine des Nordens

Praia do Cabedelo liegt an der Mündung des Rio Lima und ist das, was einem garantierten Windspot in Portugal am nächsten kommt. Der Strand zeigt nach Westen, hat eine breite sandige Startfläche und davor Wasser, das nahe am Ufer kabbelig ist und weiter draußen in richtige Windwellen übergeht. Die Nortada kommt hier mit echter Überzeugung an, an einem normalen Nachmittag oft mit 20 bis 30 Knoten.

Das ist ein ernstzunehmender Kitesurf-Spot mit einer ernstzunehmenden Szene. Cabedelo hat internationale Windsurf-Events ausgerichtet, und an jedem beliebigen Tag teilen sich Kites, Wingfoils und Windsurfsegel das Wasser. Der Wind kommt seitlich aus Nord, was ihn beherrschbar macht, aber die Kabbelwelle und die Strömung nahe der Flussmündung machen den Spot eher zu einem Revier für Fahrer, die ihren Wasserstart sicher draufhaben. Für alle, die noch lernen, gibt es Schulen am Strand.

Gut zu wissen

  • Level: Fortgeschritten bis Könner
  • Wind: N/NW Nortada, seitlich
  • Wasser: Kabbelig mit Windwelle
  • Beste Saison: Mai bis September

Luftaufnahme von Praia do Cabedelo.


2. Esmoriz: Der Hausspot von Porto

Eine halbe Stunde südlich von Porto ist Esmoriz der Ort, an den die Kiter der Stadt fahren, wenn sie Wind ohne die lange Fahrt nach Norden wollen. Es gibt einen breiten Strand, der dieselbe Nortada abbekommt, und dahinter die Lagune Barrinha mit flacherem, verzeihenderem Wasser, wenn der Ozean unruhig wird. Diese Kombination macht den Spot für Fahrer, die sich weiterentwickeln wollen, richtig wertvoll.

Es bleibt hier ruhiger als in Viana, der Start ist unkompliziert, und der Ort hat genug zu bieten, um einen windfreien Tag interessant zu machen. Achte auf die Sandbänke auf der Lagunenseite. Sie verschieben sich im Lauf der Saison, und das Wasser wird schnell flach.

Gut zu wissen

  • Level: Alle Level
  • Wind: N/NW, seitlich bis seitlich auflandig
  • Wasser: Kabbel am Strand, flachere Lagune dahinter
  • Beste Saison: Mai bis September


Die Silberküste: Flachwasser und Wellenreiten

Zwischen Porto und Lissabon öffnet sich die Küste zu langen Stränden, Pinienwäldern und einer der besten Einsteigerlagunen Europas für Windliebhaber. Auch diese Region bekommt die Nortada ab, aber das Besondere ist die Vielfalt. Du kannst morgens auf Flachwasser lernen und nachmittags Wellen suchen gehen.

3. Lagoa de Óbidos: Der beste Ort in Portugal zum Lernen

Lagoa de Óbidos ist eine große Gezeitenlagune etwa eine Stunde nördlich von Lissabon, und hier haben unzählige portugiesische Kiter ihre erste Stunde genommen. Das Wasser reicht auf weiten Flächen bis zur Hüfte, es gibt keine Schaumwalze, durch die du dich kämpfen musst, und die umliegenden Hügel leiten den Nordwind direkt über die Lagune.

Für Anfänger ist das nahezu ideal: stehtiefes Wasser, eine saubere seitliche Brise und Platz, um folgenlos Fehler zu machen. Freestyler lieben es ebenfalls, denn bei der richtigen Tide wird die Oberfläche spiegelglatt. Die Gezeiten spielen hier eine größere Rolle als an jedem anderen Spot dieser Liste. Halb- bis Hochwasser gibt dir am meisten Wasser und die sicherste Fahrt, während Niedrigwasser Sandbänke freilegt und dich am Ende laufen lässt.

Gut zu wissen

  • Level: Anfänger bis Könner
  • Wind: N/NW, seitlich
  • Wasser: Flach, stehtief, Gezeiten
  • Beste Saison: April bis Oktober | Tide: Halb- bis Hochwasser

Luftaufnahme der Lagoa de Óbidos, Portugal.


4. Peniche und Consolação: Wind und Wellen zusammen

Peniche ist fürs Surfen berühmt, aber die Form der Halbinsel sorgt dafür, dass fast immer irgendein Strand seitlichen Wind abbekommt. Praia da Consolação etwas weiter südlich ist die erste Wahl zum Kiten, mit einer felsigen Landzunge, die das eine Ende schützt, und offenem Ozean am anderen.

Das ist Wellenrevier, kein entspanntes Flachwasser-Cruisen. Die Welle ist konstant, der Wind kräftig, und im Wasser können viele Surfer unterwegs sein. Halte Abstand und gib Vorfahrt. Am besten geeignet für Fahrer, die in beide Richtungen sicher sind und sich in bewegtem Wasser wohlfühlen.

Gut zu wissen

  • Level: Fortgeschritten bis Könner
  • Wind: N/NW, seitlich bis seitlich ablandig
  • Wasser: Wellen und Dünung
  • Beste Saison: April bis Oktober


Lissabon und die Küste von Setúbal: Wilder Wind direkt vor der Stadt

Kitesurfen rund um Lissabon ist ein seltsamer Luxus der Geografie. Die Küste beiderseits des Tejo bietet zwei völlig verschiedene Erlebnisse: exponiert und kraftvoll im Westen, geschützt und flach im Süden.

5. Guincho, Cascais: Die Legende

Praia do Guincho ist der berühmteste Windsport-Strand Portugals, und er hat sich jedes bisschen dieses Rufs verdient. Unterhalb der Hügel von Sintra am westlichsten Rand des europäischen Festlands gelegen, fängt er alles ab, was der Atlantik ihm entgegenwirft. Die Nortada beschleunigt um die Landzunge herum und kommt hier verstärkt an, im Sommer regelmäßig mit 25 bis 35 Knoten.

Der Spot hat eine lange Geschichte als Windsurf-Ziel in Portugal und war Austragungsort von Weltmeisterschaften, als Windsurfen auf seinem Höhepunkt war. Dieses Erbe ist bis heute auf dem Wasser sichtbar. Aber sei dir im Klaren, was Guincho ist: starker, böiger, seitlich auflandiger Wind, harte Schaumwalze, Felsen an beiden Enden und viel Sand in der Luft. Das ist kein Lernstrand. Erfahrene Fahrer erleben hier einige der besten Sessions ihres Lebens. Alle anderen schauen mit einem Kaffee von den Dünen aus zu und genießen die Show.

Gut zu wissen

  • Level: Könner bis Profi
  • Wind: N/NW, stark und böig, seitlich auflandig
  • Wasser: Wellen, harte Schaumwalze
  • Beste Saison: Mai bis September

6. Lagoa de Albufeira: Flachwasser eine halbe Stunde von Lissabon

Direkt südlich des Tejo bei Sesimbra liegt Lagoa de Albufeira, das freundliche Gegengewicht zu Guincho. Eine flache Lagune liegt hinter einer Sandbank und gibt dir auf der einen Seite flaches, stehtiefes Wasser und auf der anderen den offenen Ozean. Such dir deine Bedingungen aus, fahr los und wechsle die Seite, wenn Wind oder Tide sich drehen.

Das ist der meistgenutzte Schulungsspot der Küste von Lissabon, und das aus gutem Grund. Die Lagune ist geschützt, der Start einfach, und der Wind ist sauberer als an den exponierten Stränden nebenan. Der Kanal, an dem die Lagune ins Meer übergeht, kann ordentlich Strömung führen, vor allem bei ablaufendem Wasser. Halte dich weit davon fern und frag vor Ort nach, bevor du aufbaust.

Gut zu wissen

  • Level: Alle Level
  • Wind: N/NW, seitlich
  • Wasser: Flach in der Lagune, Wellen auf der Meerseite
  • Beste Saison: April bis Oktober

Mehrere Personen beim Kitesurfen in Albufeira, während eine weitere Person ihren Kite am Strand aufbaut.


7. Fonte da Telha, Costa da Caparica: Langer Strand, einfacher Zugang

Das südliche Ende der Küste von Caparica bei Fonte da Telha gibt dir kilometerweit offenen Sand und genug Platz, um dich auszubreiten. Der Wind kommt seitlich bis seitlich ablandig aus Nord, hinter dem Strand stehen Klippen, und der ganze Ort hat einen entspannten, leicht zusammengewürfelten Strandbuden-Charakter, für den sich die Anfahrt schon allein lohnt.

Die Wellen sind hier kleiner und handlicher als am Guincho, was den Spot zu einem guten nächsten Schritt für fortgeschrittene Fahrer macht, die das Fahren in der Welle lernen wollen. Komm unter der Woche, wenn du kannst. Am Wochenende ist halb Lissabon hier unten.

Gut zu wissen

  • Level: Fortgeschritten
  • Wind: N/NW, seitlich bis seitlich ablandig
  • Wasser: Mittlere Wellen und Kabbel
  • Beste Saison: Mai bis September

Alentejo: Leere Strände, fast niemand

8. Comporta und die Küste des Alentejo: Platz zum Durchatmen

Südlich von Setúbal ändert die Küste ihren Charakter komplett. Reisfelder, Schirmpinien und Strände, die so lang sind, dass du aus den Augen verlierst, wo du geparkt hast. Comporta und die Strände Richtung Süden nach Melides und Carvalhal bieten dieselbe verlässliche Nortada wie der Rest der Westküste, mit einem Bruchteil der Menschen.

An den meisten dieser Strände gibt es keine festen Kiteschulen und keinen Rettungsdienst. Das ist also ein Spot für eigenständige Fahrer, die mit einem Buddy unterwegs sind. Dafür bekommst du das, was einem ganz für dich allein reservierten Atlantikstrand am nächsten kommt. Bring Wasser und alles andere mit, was du brauchst, denn die Infrastruktur ist minimal.

Gut zu wissen

  • Level: Fortgeschritten bis Könner
  • Wind: N/NW, seitlich
  • Wasser: Beachbreak und Kabbel
  • Beste Saison: Mai bis September

Nahaufnahme eines Kiters in der Luft beim Kitesurfen in Comporta.


Die Algarve: Warmes Wasser und flache Lagunen

Kitesurfen an der Algarve ist ein anderer Sport als im Norden. Das Wasser ist wärmer, der Wind leichter und thermischer, und das Lagunensystem der Ria Formosa bietet dir Flachwasser, das es mit jedem Revier in Europa aufnimmt. Es ist außerdem die Region mit der mit Abstand längsten Saison, weshalb sich so viele Fahrer vom Frühling bis in den Herbst hier einrichten.

9. Alvor: Der Flachwasser-Klassiker der Algarve

Die Ria de Alvor ist ein Gezeitenästuar zwischen Portimão und Lagos, und wenn die Flut es füllt, wird das Ganze zu einer flachen blauen Arena, umringt von Sandbänken. Die Seebrise baut sich über den Nachmittag aus West und Südwest auf und landet meist zwischen 12 und 20 Knoten, was für die meisten Fahrer reichlich ist und für alle, die sich noch zurechtfinden, sanft genug.

Das Timing ist hier alles. Das Ästuar läuft bei Niedrigwasser weitgehend leer, das Fahrfenster liegt also grob zwischen Halb- und Hochwasser. Triffst du es, hast du warmes, hüfttiefes, spiegelglattes Wasser bei weicher Brise. Triffst du es nicht, ziehst du deinen Kite über Schlick. Schau in den Gezeitenkalender, bevor du losfährst.

Gut zu wissen

  • Level: Anfänger bis Könner
  • Wind: W/SW Seebrise, seitlich
  • Wasser: Flach und stehtief
  • Beste Saison: April bis Oktober | Tide: Halb- bis Hochwasser

10. Fuseta, Ria Formosa: Portugals bestes Flachwasser

Fuseta an der Ostalgarve ist für viele Fahrer der beste Flachwasserspot des Landes. Eingebettet in den Naturpark Ria Formosa, wird die Lagune hier von vorgelagerten Inseln geschützt, bleibt bis weit in den Herbst warm und ist durchgehend glatt. Die Seebrise setzt über den Nachmittag ein, und die Kulisse aus Salzwiesen, Watvögeln und Fischerbooten ist wirklich schön.

Der Ort selbst ist klein und entspannt, die Schulen arbeiten direkt an der Lagune. Ein hervorragender Platz zum Lernen und ein noch besserer, um an Freestyle zu arbeiten. Die Ostalgarve bekommt außerdem den Levante ab, einen Ostwind, der stärkere und trockenere Tage bringen kann als die übliche Seebrise.

Tipp: Halte dich an die Ostseite von Fuseta, erreichbar über die N125 Richtung Tavira. Viele Leute stehen zum Übernachten hier

Gut zu wissen

  • Level: Alle Level
  • Wind: W/SW Seebrise, E Levante
  • Wasser: Flach, warm, geschützt
  • Beste Saison: April bis Oktober

Luftaufnahme von Ria Formosa, Portugal.


11. Praia do Martinhal, Sagres: Die wilde Südwestecke

Ganz unten am Ende von allem liegt Praia do Martinhal in einer geschützten Bucht bei Sagres, wo sich der Nordwind um die Landzunge wickelt und seitlich auf vergleichsweise geschütztem Wasser ankommt. Es ist einer der seltenen Spots, die ordentliche Windstärke mit einer beherrschbaren Oberfläche verbinden, und die Landschaft ist auf ihre karge Am-Ende-der-Welt-Art spektakulär.

Sagres ist der Treffpunkt der beiden Küsten Portugals, was bedeutet: Wenn die eine Seite nicht geht, geht die andere meistens schon. Ist es am Martinhal zu leicht, liegen die Westküstenstrände rund um Carrapateira und Amado zwanzig Minuten entfernt, mit deutlich mehr Welle und deutlich mehr Wind. Diese Flexibilität macht den Ort zu einem großartigen Platz für ein paar Tage.

Gut zu wissen

  • Level: Fortgeschritten
  • Wind: N/NW, seitlich in der Bucht
  • Wasser: Halb geschützt, leichter Kabbel
  • Beste Saison: April bis Oktober

Tipp: Ein guter Platz zum Übernachten in der Nähe ist neben dem Intermarché-Supermarkt. Frischwasser kannst du dort mit einer Münze für 2 € nachfüllen, oder komplett kostenlos, wenn du im Supermarkt über 30 € ausgibst.

Wann du fahren solltest: Wind und Jahreszeiten in Portugal

Die kurze Antwort lautet Mai bis September. Die längere hängt davon ab, welche Art von Fahren du suchst.

  • Der Sommer, Juni bis August, ist aus gutem Grund Hochsaison. Die Nortada ist am verlässlichsten und weht an den meisten Nachmittagen entlang der gesamten Westküste, typischerweise mit 15 bis 25 Knoten und am Guincho und in Viana oft mehr. Die Vormittage sind häufig ruhig, du schläfst also aus, lässt es langsam angehen und baust gegen ein oder zwei Uhr nachmittags auf. Das ist das konstanteste Windfenster des Landes.
  • Frühling und Herbst, April bis Mai und September bis Oktober, sind für viele Fahrer der Sweet Spot. Die Nortada läuft noch, wenn auch weniger vorhersehbar, und Frontensysteme bringen West- und Südwestwinde, die für bessere Wellen sorgen. Es wird leerer, die Preise sinken, und besonders die Algarve hält ihr warmes Wasser bis weit in den Oktober.
  • Der Winter, November bis März, ist die ruhigste Zeit, aber kein Totalausfall. Atlantische Tiefdruckgebiete bringen kräftige Süd- und Westwinde an die Algarve, und auch wenn die Tage weniger beständig sind, können sie richtig gut werden. Die Südküste ist in dieser Jahreszeit die sinnvolle Basis, mit milderer Luft und kürzeren Fahrten zwischen den Ausweichoptionen.

Die Wassertemperatur liegt im Norden ganzjährig bei etwa 14 bis 18 °C, rund um Lissabon bei 15 bis 20 °C und an der Algarve bei 16 bis 22 °C. Als grobe Orientierung: Pack einen 4/3-mm-Neo für den Norden und für den Winter überall ein, einen 3/2 mm für Frühling und Herbst an der Zentralküste und einen Shorty oder 2 mm für den Algarve-Sommer.

Zu den Kitegrößen: Die meisten Fahrer zwischen 70 und 85 kg kommen in einem portugiesischen Sommer mit einem 9er und einem 12er aus, plus einem 7er, wenn Guincho oder Viana auf dem Plan stehen. Wenn du hauptsächlich an die Lagunen der Algarve willst, geh eher eine Nummer größer als kleiner, denn die Seebrise dort ist weicher als die Nortada an der Westküste.

Kitesurfschulen in Portugal

Portugal hat eine ausgereifte, gut regulierte Schulungsszene, mit der größten Dichte an Schulen rund um vier Zentren: Lagoa de Óbidos, Lagoa de Albufeira, Alvor und Fuseta. Alle vier sind flach, geschützt und verzeihend, also genau das, was du für deine ersten Sessions willst.

Wenn du zwischen den besten Kitesurfschulen wählst, achte auf eine IKO- oder VDWS-Zertifizierung, die beiden anerkannten internationalen Standards, und prüfe, ob Material, Versicherung und ein Rettungsboot oder Jetski im Preis enthalten sind. Funkhelme machen einen enormen Unterschied dabei, wie schnell du vorankommst, frag also nach, ob sie eingesetzt werden. Die Gruppengröße zählt fast mehr als alles andere: Zwei Schüler pro Lehrer sind vernünftig, vier sind zu viele, und Privatstunden sind den Aufpreis wert, wenn deine Zeit begrenzt ist.

Ein kompletter Anfängerkurs läuft meist über drei Tage und etwa neun bis zwölf Stunden Unterricht, was ungefähr das ist, was es braucht, um selbstständig zu fahren. Die meisten Schulen vermieten außerdem Material an zertifizierte Fahrer und bieten Auffrischungsstunden oder Downwinder an, wenn du schon fährst.

Lokale Tipps, die du kennen solltest

Portugiesische Kiter sind gastfreundlich, aber an den Stränden gelten Regeln, und manche davon werden durchgesetzt. An bestimmten stark besuchten Badestränden ist Kiten im Sommer eingeschränkt oder ganz verboten, besonders an der zentralen Algarve, und die ausgewiesenen Zonen sind meist markiert. Wenn du unsicher bist, frag vor dem Aufbauen in einer lokalen Schule nach.

Starte und lande mit Hilfe, wann immer es geht. Die Nortada böigt an den meisten Westküstenspots hart gegen die Dünen, und ein Selbststart bei 30 Knoten an einer schlecht gewählten Stelle ist genau die Art, wie Leute sich verletzen. Es ist fast immer jemand am Strand, der dir gern hilft.

Schau in den Gezeitenkalender, bevor du irgendwo an die Algarve oder zur Lagoa de Óbidos fährst. Das sind Gezeitenspots, und der Unterschied zwischen einer perfekten Session und einem verlorenen Nachmittag sind oft zwei Stunden.

Nachmittagsthermik bedeutet, dass dein Tag eine natürliche Form bekommt. Langsame Vormittage, Kaffee, ein Bad, vielleicht ein Spaziergang, und ab Mittag dann Wind. Lass dich darauf ein, statt dagegen anzukämpfen. Dieser Rhythmus ist eines der besten Dinge am Kitesurfen in Portugal.

Und schließlich: Respektiere die Ria Formosa und die anderen Lagunensysteme. Es sind geschützte Naturreservate mit brütenden Vögeln und empfindlichen Salzwiesen. Bleib in den markierten Fahrbereichen, halte dich von den Dünen fern und nimm alles wieder mit.

Warum Kitesurfen in Portugal mit Siesta Campers besser ist

Wind verhandelt nicht. Er taucht auf, wo er will und wann er will, und die Fahrer mit den meisten Sessions sind die, die sich bewegen können. Das ist das ganze Argument dafür, diesen Trip im Van zu machen, und genau dafür ist Siesta Campers gebaut.

Du wachst am Spot auf. Keine einstündige Fahrt vom Hotel, kein verpasstes Zeitfenster, weil du um elf auschecken musstest. Am Strand parken, die Fahnen checken und auf dem Wasser sein, während alle anderen noch im Auto sitzen.

Ein Siesta-Atlantic-Campingbus, geparkt in der Nähe eines Kitesurf-Spots in Málaga, Spanien.


Gemacht für Trips wie diesen

  • Platz für alles: Kites, Boards, Bars, Pumpen, Neos, Trapeze. Alles fährt mit, statt in einen Mietwagen gequetscht zu werden
  • Eine Dusche, damit du das Salz direkt nach der Session abspülst, statt mit Sandkruste nach Hause zu fahren
  • Ein Kühlschrank, der Getränke kalt und Essen frisch hält, was nach vier Stunden auf dem Wasser mehr zählt, als du denkst
  • Eine richtige Küche zum Kochen echter Mahlzeiten, damit das Abendessen dort stattfindet, wo du bist, und nicht dort, wo das nächste Restaurant ist
  • Ein bequemes Bett, denn Kiten zehrt an den Kräften, und gut zu schlafen ist die halbe Reise
  • Volle Freiheit, der Vorhersage zu folgen. Nordküste zugeblasen? Fahr nach Süden. Algarve eingeschlafen? Auf nach Sagres. Keine Buchungen zu stornieren, keine Pläne umzuwerfen

Starte in Porto und arbeite dich über Viana, Óbidos und Lissabon die Küste hinunter. Oder hol den Van in Faro ab und verbring eine Woche zwischen den Lagunen der Ria Formosa und dem wilden Südwesten. Lissabon setzt dich zwischen beides. Wie du es auch planst: Die Vorhersage hat das letzte Wort, und genau so soll es sein.

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FAQ zum Kitesurfen in Portugal

Ist Portugal gut zum Kitesurfen?

Portugal ist eines der besten Kitesurf-Ziele Europas. Die Nortada liefert an den meisten Sommernachmittagen entlang der gesamten Westküste verlässlichen Thermikwind, die Algarve steuert warmes Wasser und flache Lagunen bei, und die Saison läuft von April bis in den Oktober. Dazu ein gut etabliertes Netz an Schulen und niedrige Preise im Vergleich zu weiten Teilen Europas, und die Empfehlung fällt leicht.

Wo sind die besten Kitesurf-Spots in Portugal für Anfänger?

Lagoa de Óbidos, Lagoa de Albufeira, Alvor und Fuseta. Alle vier sind flach, geschützt und glatt, mit Schulen vor Ort. Fuseta und Alvor haben das wärmste Wasser und den sanftesten Wind, was sie zum weichsten Einstieg von allen macht.

Was ist der windigste Spot in Portugal?

Praia do Guincho bei Cascais und Praia do Cabedelo in Viana do Castelo. Beide sehen im Sommer regelmäßig 25 Knoten und mehr, beide sind exponiert und böig, und beide sind ausschließlich etwas für erfahrene Fahrer.

Muss ich mein eigenes Material mitbringen?

Nicht unbedingt. Schulen und Center an allen großen Spots vermieten Kites, Boards und Neos, und die meisten lagern dein Material zwischen den Sessions ein. Wenn du allerdings Material hast, das du kennst und dem du vertraust, macht ein Van das Mitnehmen einfach, und du fährst mehr, wenn du nicht an Öffnungszeiten von Verleihen gebunden bist.

Ist Portugal auch gut zum Windsurfen?

Sehr sogar. Guincho und Viana do Castelo sind die historischen Zentren des Windsurfens in Portugal und richten weiterhin Events aus, mit lebendigen lokalen Szenen. Lagoa de Albufeira, Lagoa de Óbidos und Alvor funktionieren alle gut zum Windsurfen, und Mietmaterial ist überall dort breit verfügbar.

Darf ich in meinem Van am Strand schlafen?

Wildcampen in Portugal ist eingeschränkt. Die gute Nachricht: Portugal hat ein hervorragendes Netz an Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen, oft nur ein paar Minuten von den Spots in diesem Guide entfernt. Plane deine Übernachtungen, dann hast du keine Probleme.

Was kostet es, in Portugal Kitesurfen zu lernen?

Rechne mit etwa 250 bis 400 Euro für einen kompletten Anfängerkurs von neun bis zwölf Stunden, je nach Region, Gruppengröße und Saison. Privatunterricht kostet mehr, bringt dich aber schneller aufs Board. Die Preise liegen generell unter denen in Frankreich, Spanien oder Italien.

Los, jag dem Wind hinterher

Kitesurfen in Portugal belohnt die Leute, die locker bleiben. Die Nortada hat ihren eigenen Zeitplan, die Gezeiten haben ihren, und die besten Trips entstehen, wenn du aufhörst, drumherum zu planen, und anfängst, dich mit ihnen zu bewegen. Flache Lagune am Morgen, Windwelle am Nachmittag, Abendessen irgendwo, mit noch immer Sand in den Haaren.

Ob du deine erste Stunde im warmen Flachwasser von Fuseta nimmst oder darauf wartest, dass Guincho anspringt: Diese Küste hat einen Spot für den Fahrer, der du gerade bist, und noch einen für den, der du nächste Saison sein wirst. Elf Spots, rund 1.000 Kilometer Küste und Wind an fast jedem Sommernachmittag.

Pack leicht, lass die Kites hinten drin und finde das Gute. Die Vorhersage sagt dir, wo.

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