Die 15 besten Strandorte in Portugal

Michal Grupa

Campervan Whisperer

Luftaufnahme von Nazaré, einem der besten Badeorte Portugals.

Portugal ist durch und durch Atlantik. Über 800 Kilometer Festlandküste, die vom grünen, nebligen Norden über die weiten Surfstrände der Silberküste bis hinunter zu den goldenen Klippen der Algarve reichen. Die Städte landen auf den Postkarten, aber es sind die kleinen Strandorte, die dir im Gedächtnis bleiben. Die Orte, wo die Fischerflotte noch im Morgengrauen ausläuft, die gekachelte Kirche noch oben auf dem Hügel steht und die Ankunft mit dem Van sich genau richtig anfühlt.

Das Besondere an den besten Strandorten Portugals ist, dass sie mitten am Tag selten von ihrer schönsten Seite sind, wenn die Parkplätze voll sind und alle anderen sie auch schon gefunden haben. Am schönsten sind sie früh am Morgen, wenn das Licht weich und der Sand leer ist. Am schönsten am Abend, wenn die Tagesgäste nach Hause gefahren sind und der Ort den Menschen gehört, die geblieben sind. Siesta Campers verschafft dir genau diesen Zugang. Park den Van, öffne die Türen und lass den Ort seinen eigenen Rhythmus um dich herum finden.

Dieser Guide stellt dir fünfzehn der besten Strandorte in Portugal vor, von der Silberküste bis in die entlegensten Winkel der Algarve. Einige stehen sicher schon auf deiner Liste. Andere sind die Art von Orten, die du am liebsten für dich behalten möchtest.

1. Costa Nova – Bunte Streifenhäuser an der Silberküste

Am nördlichen Ende der Silberküste, wo die Ria de Aveiro auf den Atlantik trifft, ist Costa Nova sofort wiederzuerkennen: eine Reihe von palheiros, alten Fischerhäuschen, die in kräftigen senkrechten Streifen in Rot, Blau, Grün und Gelb bemalt sind und sich am Wasser aufreihen. Es ist eine der meistfotografierten Straßen des Landes, und ausnahmsweise halten die Fotos, was sie versprechen. Hinter den Häusern erstreckt sich ein breiter, windgepeitschter Strand mit echtem Atlantik-Surf und Platz zum Durchatmen.

Aveiro liegt gleich auf der anderen Seite der Lagune, eine Kanalstadt, durchzogen von moliceiro-Booten, die viele gern das Venedig Portugals nennen. Der Leuchtturm Farol da Barra, der höchste des Landes, markiert die Flussmündung. Das hier ist ein arbeitender Küstenabschnitt und kein Ferienort, was genau seinen Reiz ausmacht: frischer Fisch, salzige Luft und lange, flache Sandstrände, die weiter reichen, als du je laufen wirst.

Highlights:

  • Die Streifenhäuser: die palheiros entlang der Ria, wie es sie sonst nirgends an der Küste gibt
  • Der Strand: breit, wild und offen für die volle Wucht des Atlantiks
  • Aveiro: die Kanalstadt und ihre moliceiro-Boote, nur einen Katzensprung landeinwärts
  • Farol da Barra: der höchste Leuchtturm Portugals, Wächter der Flussmündung
  • Frischer Fisch: das hier ist eine Fischerküste, und man schmeckt es auf jeder Speisekarte
  • Ovos moles: Aveiros weiche Süßigkeit aus Eigelb, allein den Umweg wert

Tipp: Bleib ein paar entspannte Tage und teil deine Zeit zwischen dem Strand auf der einen und der Lagune auf der anderen Seite auf. Das Licht über der Ria bei Sonnenuntergang, wenn die Streifenhäuser die letzten Strahlen einfangen, ist Grund genug, den Abend zu bleiben.

Bunte Häuser in Costa Nova, Portugal.



2. Nazaré – Große Wellen und eine alte Fischerseele

Nazaré hat sich mit den größten Wellen der Welt einen Namen gemacht. Draußen am Praia do Norte trichtert ein tiefer Unterwasser-Canyon die Atlantikdünung zu riesigen Wasserwänden, die im Winter die besten Big-Wave-Surfer des Planeten anlocken. Von der Klippe aus zuzusehen, wie ein Tow-in-Surfer eine dieser Wände hinabgleitet, ist eines der großen kostenlosen Schauspiele Europas, und du musst nichts vom Surfen verstehen, um es in der Brust zu spüren.

Den Rest des Jahres ist Nazaré eine echte, alte Fischerstadt. Der Hauptstrand ist riesig und golden, gesäumt von Frauen, die den Fisch noch immer auf Holzgestellen in der Sonne trocknen. Oben im Sítio, dem alten Viertel auf der Landzunge, das du über eine steile Standseilbahn erreichst, gibt es eine Wallfahrtskapelle, einen Aussichtspunkt direkt über die Küste und ein ruhigeres, älteres Portugal, das die Menge unten meist verpasst.

Highlights:

  • Praia do Norte: der Big-Wave-Strand, am dramatischsten von Oktober bis März
  • Die Standseilbahn: die steile Fahrt hinauf nach Sítio und die Ausblicke von der Klippe
  • Aussichtspunkt Suberco: die Küste tief unter dir, von der Landzunge aus
  • Der Hauptstrand: breit, golden und von der Altstadt eingerahmt
  • Fisch zum Trocknen: die Gestelle im Sand, eine Tradition, die noch sehr lebendig ist
  • Die Meeresküche: caldeirada, der Fischeintopf, so zubereitet, wie diese Stadt es immer getan hat

Tipp: Komm im Winter, wenn du die Giganten sehen willst. Es gibt eine Surfvorhersage, die die ganze Stadt verfolgt, und wenn eine große Dünung eintrifft, füllt sich die Klippe beim Leuchtturm mit Menschen. Zieh dich warm an und nimm dir den ganzen Nachmittag Zeit.

Luftaufnahme der Stadt und des Strandes von Nazaré.



3. São Martinho do Porto – Die perfekte muschelförmige Bucht

Ein Stück weiter südlich an der Silberküste ist São Martinho do Porto die ruhige Antwort auf Nazarés Dramatik. Der Ort schmiegt sich um eine fast geschlossene Bucht in Form einer Jakobsmuschel, in die das Meer nur durch einen schmalen Spalt hereinkommt. Das Ergebnis ist warmes, flaches, spiegelglattes Wasser, das kaum eine Welle wirft, was ihn zu einem der sichersten und familienfreundlichsten Strände dieses ganzen Küstenabschnitts macht.

Der Ort selbst ist unaufgeregt und gemächlich: eine Promenade, eine Handvoll Cafés, abends ein Eis und wenig Grund zur Eile. Wander hinaus zu den Klippen an beiden Seiten der Buchteinfahrt, und du findest gleich um die Ecke den wilden Atlantik bei seinem gewohnten Treiben, eine Erinnerung daran, wie ungewöhnlich diese geschützte Wasserfläche wirklich ist.

Highlights:

  • Die Bucht: flach, warm und ruhig genug für die kleinsten Schwimmer
  • Die Form: eine fast geschlossene Jakobsmuschel, am besten von den umliegenden Klippen zu sehen
  • Die Promenade: eine sanfte Uferpromenade zum Spazieren, mit Cafés und Eis
  • Die Klippenwanderungen: hinaus zur Buchteinfahrt, wo der Atlantik übernimmt
  • Kajak und Stand-up-Paddling: das ruhige Wasser ist ideal für beides
  • Das Tempo: ruhig, entspannt und leicht, sich für ein paar Tage darauf einzulassen

Tipp: Das ist der Ort auf dieser Liste für alle, die mit Kindern reisen oder einfach schwimmen wollen, ohne gegen die Dünung anzukämpfen. Komm außerhalb von Juli und August, dann hast du das ruhige Wasser und die Promenade weitgehend für dich allein.

Luftaufnahme der muschelförmigen Bucht in São Martinho do Porto, Portugal.



4. Peniche & Baleal – Eine Surf-Halbinsel wie gemacht für den Van

Peniche ragt auf einer felsigen Halbinsel in den Atlantik hinaus und ist einer der großen Surforte Portugals, und seine Beständigkeit ist der springende Punkt: Weil die Küste gleich in mehrere Richtungen zeigt, funktioniert fast immer irgendwo etwas. Supertubos, gleich südlich, ist ein kräftiger Beachbreak, gut genug für Wettkämpfe der World Tour, während in den geschützteren Buchten näher am Ort die Surfschulen Anfänger auf ihre ersten Wellen mitnehmen.

Gleich nördlich ist die winzige Insel Baleal über eine Sandbank mit dem Festland verbunden, mit sanften Stränden auf beiden Seiten und einer entspannten Ansammlung von Surfcamps und Bars. Peniche selbst hat sich einen arbeitenden Fischerhafen und eine alte Seefestung bewahrt, und vom Hafen aus nimmst du ein Boot hinaus zu den Berlengas, einem wilden Inselnaturschutzgebiet mit klarem Wasser und Meereshöhlen, eine Stunde vor der Küste.

Highlights:

  • Supertubos: ein Weltklasse-Beachbreak, kraftvoll und schnell
  • Baleal: die Sandbank-Insel mit anfängerfreundlichen Wellen auf beiden Seiten
  • Surfschulen: einige der besten Adressen des Landes für die erste Stunde
  • Berlenga Grande: das vorgelagerte Inselschutzgebiet, per Boot vom Hafen erreichbar
  • Die Festung: die zum Meer gerichtete Festung mit schwerer Geschichte und weiten Blicken
  • Der Hafen: ein echter, arbeitender Fischerhafen, und die passende Meeresküche dazu

Tipp: Van-Leben und Surfkultur sind hier tief verwurzelt, die Infrastruktur ist gut und du bist in vertrauter Gesellschaft. Wenn du an dieser Küste nur eine Bootstour machst, dann die zu den Berlengas, und fahr an einem ruhigen Morgen los, bevor der Wind auffrischt.

Luftaufnahme von Baleal, Portugal.



5. Ericeira – Europas erstes World Surfing Reserve

Ericeira ist eine weiß getünchte Fischerstadt, die zufällig an einer der besten Ansammlungen von Surfbreaks in Europa liegt, so gut, dass der ganze Abschnitt zum World Surfing Reserve ernannt wurde, dem ersten in Europa und einem von nur einer Handvoll weltweit. Breaks wie Ribeira d’Ilhas und Coxos ziehen Surfer von überall an, und die Stadt ist rund um diese Kultur gewachsen, ohne ihren alten Charakter zu verlieren.

Das Zentrum besteht aus Kopfsteinpflastergassen, blau-weißen Häusern und kleinen Plätzen, die sich plötzlich zum Meer hin öffnen. Es liegt nah genug an Lissabon für einen Tagesausflug, taugt aber viel besser als Basis, zumal das Kloster-Palast-Ensemble von Mafra nur eine kurze Fahrt landeinwärts liegt. Meeresfrüchte sind hier eine ernste Sache, direkt aus dem Wasser unten geholt und schlicht zubereitet, so wie es sein soll.

Highlights:

  • Das Surfreservat: eine seltene Häufung von Wellen in Weltklasse, gesetzlich geschützt
  • Ribeira d’Ilhas: der bekannteste Break, und ein guter Ort, um einfach zuzuschauen
  • Die Altstadt: Kopfsteinpflastergassen und weiße Häuser über dem Meer
  • Meeresfrüchte: percebes, frischer Fisch und Muscheln direkt von den Booten
  • Mafra: der gewaltige Barockpalast mit Bibliothek, eine kurze Fahrt landeinwärts
  • Die Klippenwege: die den Ort mit einem Break nach dem anderen entlang der Küste verbinden

Tipp: Selbst wenn du noch nie ein Brett in der Hand hattest, ist ein Nachmittag, an dem du den Surfern an der Ribeira d’Ilhas von der Klippe aus mit einem Kaffee in der Hand zusiehst, gut investierte Zeit. Am schönsten ist die Stadt am Abend, wenn die Tagesgäste zurück nach Lissabon fahren.

Stadt und Strand von Ericeira.



6. Sesimbra – Fischerstadt unterhalb der Arrábida-Berge

Eingebettet unter den grünen Bergrücken der Serra da Arrábida, in bequemer Reichweite südlich von Lissabon, ist Sesimbra eine Fischerstadt mit einer Burg über sich und einigem des klarsten Wassers auf dem Festland unter sich. Der Hauptstrand zieht sich direkt an der Front entlang, geschützt und ruhig, mit einem arbeitenden Hafen an einem Ende, wo der Tagesfang noch hereinkommt und Schwertfisch die lokale Spezialität ist.

Der wahre Zauber liegt gleich westlich, im Naturpark Arrábida wo eine Bergstraße durch Pinienwald hinab zu einer Reihe kleiner Buchten mit türkisfarbenem Wasser führt, mediterraner als atlantisch. Weiter draußen ist Cabo Espichel eine wilde, windgepeitschte Landzunge mit einer einsamen Wallfahrtskirche auf der Klippe und, erstaunlicherweise, Dinosaurierspuren, die am Meer in den Fels gedrückt sind.

Highlights:

  • Die Arrábida-Buchten: türkisfarbenes Wasser und weißer Sand vor grünen Hügeln
  • Die Burg: die maurische Festung über der Stadt, mit Blick über die ganze Bucht
  • Der Hafen: ein arbeitender Fischerhafen und hervorragender frischer Schwertfisch
  • Cabo Espichel: eine dramatische Landzunge mit Wallfahrtskirche und Dinosaurierspuren
  • Der Hauptstrand: geschützt, ruhig und direkt an der Stadtfront
  • Die Anfahrt: die Straße hinab durch den Arrábida-Park ist schon für sich ein Höhepunkt

Tipp: Die schönsten Buchten im Arrábida-Park stehen unter Schutz, und der Zugang kann im Hochsommer begrenzt sein, also komm im Juni oder September, wenn das Wasser noch warm und die Straße ruhig ist. Den Sonnenuntergang am Cabo Espichel solltest du dir in den Tag einplanen.

Sesimbra, Portugal.



7. Porto Covo – Weißes Dorf an der wilden Alentejo-Küste

Wo der Alentejo aufs Meer trifft, wird die Küste wild und leer, und Porto Covo ist ihr perfektes kleines Tor. Es ist ein gepflegtes Dorf aus weiß getünchten Häusern mit blauen Rändern, versammelt um einen Platz mit Kopfsteinpflaster, auf niedrigen Klippen über einer Streuung kleiner Buchten. Es gibt nicht viel, und genau das ist der Reiz: ein paar Cafés, das Rauschen des Windes und der Atlantik, der tut, was der Atlantik eben tut.

Gleich vor der Küste liegt die Ilha do Pessegueiro, eine kleine Insel mit den Ruinen eines alten Forts, nah genug, um Teil des Blicks zu sein. Das hier ist auch erstklassiges Wandergebiet: Der Fischerpfad der Rota Vicentina verläuft direkt an diesen Klippen entlang und folgt den Wegen, auf denen die Einheimischen seit Generationen zu den Fischgründen gelangen.

Highlights:

  • Das Dorf: weiß getüncht und blau abgesetzt, versammelt um einen Kopfsteinpflasterplatz
  • Die Buchten: kleine Sandtaschen in niedrigen Klippen, selbst im Sommer ruhig
  • Ilha do Pessegueiro: die kleine Insel und ihr altes Fort, gleich vor der Küste
  • Der Fischerpfad: wildes Wandern auf den Klippen in beide Richtungen ab dem Dorf
  • Die Sonnenuntergänge: nach Westen gerichtet, offener Horizont, nichts im Weg
  • Die Stille: außerhalb der Hauptwochen fühlt sich dieser Abschnitt wirklich abgelegen an

Tipp: Nutz Porto Covo als nördlichen Ausgangspunkt für eine gemächliche Fahrt die Alentejo-Küste hinunter. Geh im Morgenlicht ein Stück des Fischerpfads nach Süden, wenn die Klippen am schönsten sind und du den Weg wahrscheinlich für dich allein hast.

Ruhige Gasse in Porto Covo, Portugal.



8. Vila Nova de Milfontes – Wo der Fluss aufs Meer trifft

Ein Stück weiter südlich mündet der Fluss Mira bei Vila Nova de Milfontes in den Atlantik, und dieses Aufeinandertreffen von Fluss und Meer gibt dem Ort seinen Charakter. Es gibt hier zwei Arten von Stränden: ruhige, warme Mündungssände am Fluss, ideal zum entspannten Schwimmen und Planschen, und wildere Meeresstrände gleich um die Landzunge herum für alle, die echten Surf und Weite suchen.

Es ist der beliebteste Ort der Alentejo-Küste, was in dieser Gegend immer noch eher unaufgeregt und freundlich bedeutet als überlaufen. Weiß getünchte Häuser klettern den Hang über dem Fluss hinauf, es gibt ein kleines altes Fort am Wasser, und die Abende ziehen langsam vorbei, bei einem Essen und einem kühlen Glas. Den Mira mit dem Kajak hinaufzupaddeln, weg vom Meer, ist einer der schönsten ruhigen Nachmittage an dieser Küste.

Highlights:

  • Die Mündungsstrände: ruhiger, warmer Flusssand, perfekt für ein entspanntes Bad
  • Die Meeresstrände: wilderer Atlantiksand gleich um die Landzunge
  • Kajak auf dem Mira: flussaufwärts paddeln durch ruhige, grüne Landschaft
  • Die Altstadt: weiß getünchte Häuser und ein kleines Fort über dem Wasser
  • Sonnenuntergang über der Flussmündung: das abendliche Ritual des Ortes, und das zu Recht
  • Die Alentejo-Tafel: ehrliches, regionales Essen, gemächlich und großzügig

Tipp: Teil deine Tage je nach Wind zwischen Fluss und Meer auf. Wenn der Atlantik aufgewühlt ist, bleiben die geschützten Mündungsstrände ruhig und zum Schwimmen geeignet, genau deshalb kommen Familien hier Jahr für Jahr wieder.

Luftaufnahme von Vila Nova de Milfontes.



9. Zambujeira do Mar – Klippen, Surf und weiter Himmel

Der letzte der großen Alentejo-Strandorte vor der Algarve, Zambujeira do Mar liegt auf hohen Klippen über einem wunderschönen Sandbogen, tief im Naturpark Südwest-Alentejo und Costa Vicentina. Die Kulisse ist pure Dramatik: steiler Fels, wilder Surf und ein riesiger Himmel, während das Dorf selbst klein und schlicht auf der Klippe darüber sitzt.

Das hier ist Portugals wilde Küste in ihrer ehrlichsten Form. Die Strände werden von Klippen statt von Gebäuden gesäumt, das Wasser ist frisch und klar, und der Fischerpfad führt mitten hindurch und verbindet Bucht um Bucht am Rand des Landes. Einmal im Jahr schwillt der Ort für ein großes Sommer-Musikfestival in der Nähe an, doch den Rest der Saison bleibt er ruhig, windgepeitscht und ganz bei sich.

Highlights:

  • Der Hauptstrand: ein weiter Sandbogen am Fuß dramatischer Klippen
  • Die Klippenkulisse: der Schutz des Naturparks bedeutet fast keine Bebauung
  • Der Fischerpfad: einige seiner schönsten Klippenetappen verlaufen hier
  • Der Surf: beständige Atlantikwellen für die Erfahreneren
  • Die Sonnenuntergänge: weit, nach Westen gerichtet und ungestört
  • Die Schlichtheit: eine Handvoll Cafés und Restaurants, und sonst nicht viel

Tipp: Der Weg über die Klippen in beide Richtungen ab dem Dorf führt zu kleineren, wilderen Stränden mit deutlich weniger Menschen. Nimm Wasser und ordentliche Schuhe mit und lass dir mit der Wanderung Zeit. Außerhalb der Festivalzeit ist das einer der ruhigsten Winkel der Küste.

Zambujeira do Mar, Portugal.



10. Aljezur & Odeceixe – Das wilde Surfland der Westküste

Wenn du von Norden in die Algarve kommst, erreichst du einen Küstenabschnitt, der gar nichts mit dem sonnigen Süden zu tun hat, den sich die meisten vorstellen. Das hier ist die wilde West-Algarve, Teil desselben Naturparks wie die Alentejo-Klippen, und Aljezur ist ihr weitläufiges, entspanntes Zentrum. Die Strände hier, Arrifana, Amoreira, Monte Clérigo, sind Klassiker des Surflands: groß, roh und von Dünen und Klippen statt von Hotels gesäumt.

Gleich nördlich hat Odeceixe einen der auffallendsten Strände des Landes, wo ein Fluss bis an den Sand heranreicht, sodass du zwischen ruhigem Süßwasser auf der einen und Atlantik-Surf auf der anderen Seite wählen kannst. Der Ort Aljezur hat eine alte maurische Burgruine auf dem Hügel und eine richtig entspannte Surf-und-Van-Szene. Es ist der erste Vorgeschmack auf die Algarve, und er ist ein wilder.

Highlights:

  • Praia da Arrifana: ein dramatischer, klippengesäumter Surfstrand und ein beliebter Break
  • Odeceixe: Fluss auf der einen, Meer auf der anderen Seite, ein ungewöhnlicher und schöner Ort
  • Praia da Amoreira: wo der Fluss von Aljezur aufs Meer trifft, weit und wild
  • Die maurische Burg: die Ruine auf dem Hügel über Aljezur, mit Blick ins Landesinnere
  • Die Surfszene: gelassen, offen und wie gemacht für Van-Reisende
  • Süßkartoffeln: Aljezurs berühmte Feldfrucht, auf den Speisekarten der ganzen Stadt

Tipp: Diese Küste ist ungeschützt und der Atlantik hier ist ernst zu nehmen, also prüf die Bedingungen, bevor du schwimmst, und halt dich im Sommer an Strände mit Rettungsschwimmern. Für Surfer jeden Niveaus ist das eine der besten und am wenigsten überlaufenen Küsten des Landes.

Odeceixe, Portugal.



11. Sagres – Das Ende der bekannten Welt

An der äußersten südwestlichen Spitze Europas, wo das Land aufhört und das Meer übernimmt, hat Sagres ein Gefühl vom Ende der Welt, das kein anderer Ort auf dieser Liste erreicht. Hier soll Heinrich der Seefahrer die Köpfe versammelt haben, die Portugals Zeitalter der Entdeckungen einläuteten, und wenn du auf den Klippen stehst und der Atlantik sich bis zum Horizont erstreckt, verstehst du genau, warum Seefahrer einst glaubten, hier sei das Ende von allem.

Gleich die Straße hinauf ist Cabo de São Vicente der tatsächlich südwestlichste Punkt des europäischen Festlands: ein Leuchtturm auf hoch aufragenden Klippen, vom Wind gepeitscht, und einer der großen Orte für einen Sonnenuntergang überhaupt. Sagres selbst ist ein flacher, windgepeitschter Surfort mit einer Reihe hervorragender Strände, darunter Tonel, Mareta und Beliche, die jeweils in eine etwas andere Richtung zeigen, sodass sich bei jedem Wetter Schutz finden lässt.

Highlights:

  • Cabo de São Vicente: der dramatische Klippenleuchtturm an Europas Südwestspitze
  • Die Festung: die Landzunge von Sagres und ihre Verbindung zum Zeitalter der Entdeckungen
  • Die Strände: Tonel, Mareta und Beliche, jeder in eine andere Richtung gewandt
  • Die Sonnenuntergänge: vom Kap aus, über einem offenen Atlantikhorizont
  • Der Surf: verlässliche Wellen und ein entspannter, windgegerbter Ort zum Zurückkommen
  • Die Meeresküche: frischer Fisch und Meeresfrüchte ganz am Ende der Straße

Tipp: Fahr wenigstens einmal zum Sonnenuntergang hinaus zum Cabo de São Vicente. Es wird voll, aus gutem Grund, also komm früh, such dir deinen Platz auf der Klippe und lass das Licht den Rest erledigen. Zieh dich warm an: Der Wind hier draußen hat einen sehr langen Weg hinter sich.

Leuchtturm am Cabo de São Vicente, Sagres, Portugal.



12. Lagos – Goldene Klippen und eine lebendige Altstadt

Lagos ist der Ort, an dem die klassische Algarve beginnt, und der Einstieg sitzt. Gleich südlich der Stadt ist Ponta da Piedade ein Labyrinth aus goldenen Sandsteinklippen, Felsnadeln und versteckten Grotten, die aus klarem, grünem Wasser aufragen, am besten von einem kleinen Boot oder einem Kajak aus zu erleben, das sich durch die Bögen schlängelt. Es ist einer der schönsten Küstenabschnitte Portugals, und er liegt direkt vor der Haustür der Stadt.

Die Stadt selbst hat echte Energie: Kopfsteinpflasterstraßen innerhalb alter Mauern, lebhafte Plätze, gutes Essen und ein Nachtleben, das im Sommer ein jüngeres Publikum anzieht. Die Strände sind ein großer Teil des Reizes, von der versteckten Bucht Praia do Camilo über den bilderbuchschönen Praia Dona Ana bis zum langen, offenen Bogen der Meia Praia. Es ist voller als die meisten Orte auf dieser Liste, aber es verdient die Aufmerksamkeit.

Highlights:

  • Ponta da Piedade: goldene Klippen, Meereshöhlen und Felsnadeln, am besten vom Wasser aus
  • Praia Dona Ana: eine schöne Bucht, eingerahmt von dramatischen Felsformationen
  • Praia do Camilo: eine kleinere, ruhigere Bucht am Fuß einer langen Holztreppe
  • Meia Praia: ein langer, offener Strand, ideal für einen ausgiebigen Spaziergang oder ein Bad
  • Die Altstadt: von Mauern umschlossene Gassen, Plätze und ein lebhaftes Abendleben
  • Boots- und Kajaktouren: hindurch durch die Grotten unterhalb der Ponta da Piedade

Tipp: Mach eine Boots- oder Kajaktour zur Ponta da Piedade gleich morgens früh, bevor das Wasser voll wird und das Licht flach. Es ist mit Abstand der beste Weg, um zu verstehen, warum dieser Abschnitt der Algarve so gefeiert wird.

Lagos, Portugal.



13. Ferragudo – Das Algarve-Fischerdorf, das seine Seele behielt

Auf der anderen Seite der Mündung, gegenüber dem geschäftigen Portimão, ist Ferragudo still so geblieben, wie ein Großteil der Algarve einmal war. Es ist ein kleines Fischerdorf aus weiß getünchten Häusern, die einen Hang hinab zu einem arbeitenden Hafen purzeln, mit einer Kirche ganz oben, einem Kopfsteinpflasterplatz am Wasser und Blumen, die über die Mauern schmaler Gassen quellen. Große Ferienanlagen gibt es hier nicht, nur ein Dorf, das sein eigenes Tempo bewahrt hat.

Unterhalb des Dorfes ist Praia Grande ein weiter, geschützter Strand, beliebt bei Familien und Windsurfern, überwacht von einer kleinen Burg am Wasser an der Flussmündung. Es ist ein leichter Ort, um richtig herunterzukommen: gegrillte Sardinen an einem Tisch am Hafen essen, abends durch die Gassen schlendern und sich daran erinnern, was die Menschen überhaupt erst an die Algarve gezogen hat.

Highlights:

  • Das Dorf: weiß getünchte Häuser und Kopfsteinpflastergassen hinab zum Hafen
  • Die Kirche auf dem Hügel: der Blick zurück über die Dächer und die Flussmündung
  • Praia Grande: ein weiter, geschützter Strand, gut für Familien und Windsurfer
  • Die Burg: das kleine Fort São João do Arade am Rand des Wassers
  • Der Platz: Tische am Hafen und gegrillter Fisch direkt von den Booten
  • Das Tempo: gemächlich, unverbaut und wirklich lokal

Tipp: Ferragudo ist eine ruhigere Basis als seine größeren Nachbarn und hat die zentrale Algarve trotzdem gut in Reichweite. Komm am Abend, wenn die Hafenlichter angehen und sich der Platz mit Menschen füllt, die es mit nichts eilig haben.

Ferragudo, Portugal.



14. Carvoeiro – Buchten, Klippen und der Weg nach Benagil

Carvoeiro ist rund um eine kleine, zwischen Klippen eingebettete Bucht gewachsen und hat sich dieses intime, geschützte Gefühl bewahrt, auch als sein Ruf sich verbreitete. Der Stadtstrand liegt mittendrin, von ockerfarbenem Fels eingerahmt, mit Gassen voller Cafés und Restaurants, die die Hänge zu beiden Seiten hinaufklettern. Gleich östlich winden sich die Holzstege von Algar Seco durch eine surreale Landschaft aus windgeformten Felsformationen, Bögen und Blaslöchern über dem Meer.

Das hier ist auch das Tor zu einem der berühmtesten Küstenabschnitte der Algarve. Ein kurzes Stück weiter liegt Benagil, Heimat der außergewöhnlichen Meereshöhle mit einem zum Himmel offenen Loch, die nur vom Wasser aus zu erreichen ist. Ganz in der Nähe ist Praia da Marinha einer der meistfotografierten Strände Portugals, und der Wanderweg der Sieben hängenden Täler verbindet eine Reihe atemberaubender Buchten entlang der Klippen.

Highlights:

  • Die Stadtbucht: ein geschützter Strand mitten im Ort, von Klippen eingerahmt
  • Algar Seco: Holzstege durch wilde, windgeformte Felsformationen
  • Höhle von Benagil: die berühmte Kuppelhöhle, per Boot, Kajak oder SUP erreichbar
  • Praia da Marinha: einer der schönsten und meistfotografierten Strände weit und breit
  • Der Weg der Sieben hängenden Täler: Klippenwandern, Bucht um Bucht
  • Das Abendleben: entspannte Restaurants, die die Hänge über dem Strand hinaufklettern

Tipp: Die Höhle von Benagil wird extrem voll, also fahr früh mit dem Kajak oder Stand-up-Paddle statt mit einem großen Tourboot, dann hast du ein deutlich besseres Erlebnis. Der Weg der Sieben hängenden Täler ist im kühleren Morgenlicht am schönsten.

Carvoeiro, Portugal.



15. Tavira – Das elegante Tor zur östlichen Algarve

Ganz im Osten ist Tavira die Algarve von ihrer anmutigsten und ruhigsten Seite. Die Stadt liegt beidseits des Flusses Gilão, überspannt von einer alten Brücke mit römischen Wurzeln, und ist voller Kirchen, gekachelter Fassaden und eines stillen, würdevollen Charmes. Eine Burg blickt über ein Gewirr von Dächern, und das ganze Örtchen bewegt sich in einem sanfteren Tempo als die Ferienorte im Westen.

Taviras Strände liegen vor der Küste auf einer Barriereinsel in der Ria Formosa, der weiten Lagunen- und Feuchtgebietslandschaft, die diese Küste prägt. Eine kurze Fährfahrt bringt dich zu langen, menschenleeren, weichen Sandstränden, gesäumt von Dünen. Die Lagune selbst ist ein Paradies für Vögel, mit alten Salinen, in denen Flamingos waten, was das hier ebenso zu einem Naturziel wie zu einem Strandziel macht.

Highlights:

  • Die Altstadt: die römische Brücke, gekachelte Häuser und eine Burg auf dem Hügel
  • Ilha de Tavira: der Strand auf der Barriereinsel, mit einer kurzen Fähre erreichbar
  • Die Ria Formosa: eine Lagune und ein Feuchtgebiet voller Vögel und klarer Kanäle
  • Die Salinen: wo sich Flamingos sammeln, besonders außerhalb des Sommers
  • Die Kirchen: Dutzende davon, ein Erbe der wohlhabenden Vergangenheit der Stadt
  • Das Tempo: fein, ruhig und eine Welt entfernt von der westlichen Algarve

Tipp: Die östliche Algarve bleibt länger im Jahr warm als fast jeder andere Ort in Portugal, also ist Tavira eine großartige Wahl bis weit in den Herbst hinein. Nimm früh die Fähre zur Insel und geh vom Anleger weg, um lange Sandstrände für dich allein zu finden.

Insel Tavira, Portugal.



Warum du Portugals Küste mit dem Campervan erkunden solltest

Das ist das Ding mit den besten Strandorten Portugals: Die meisten sind am schönsten, wenn die Tagesgäste weg sind. Der leere Sand in Zambujeira, bevor jemand anderes hinuntergegangen ist. Der Hafen von Ferragudo, wenn das Abendlicht angeht. Die Klippe am Cabo de São Vicente, wenn die Sonne in den Atlantik sinkt und die Menge sich lichtet.

Das sind keine Erlebnisse, die du von einer festen Hotelbasis aus bekommst. Sie gehören denen, die in der Nähe geschlafen haben, und ein Siesta Campers Camper ist der Weg, einer von ihnen zu werden. Bleib, wann du bleiben willst. Fahr los, wenn du bereit bist. Folg der Küste in dem Tempo, das die Reise verlangt.

Zwei Personen sitzen neben einem Siesta-Campers-Van.

  • Dusche: damit du nie auf Einrichtungen angewiesen bist. Steh irgendwo in der Wildnis, und du hast trotzdem alles, was du brauchst.
  • Bequemes Bett: ausgeruht aufwachen und direkt hinaus in das treten, was der Tag auch bringt.
  • Küche mit Kühlschrank: Portugals Fischmärkte und Gemüsestände gehören zu den besten Europas. Koch, was du findest.
  • Transport und Unterkunft in einem: ein Van, ein Preis. Kein Jonglieren mit Mietwagen und Hotelbuchungen über ein Dutzend verschiedene Orte hinweg.
  • Die Freiheit, in der Natur zu sein: tagsüber Küste und Kultur, zum Schlafen irgendwo ruhig und offen. Du bekommst beides, jeden Tag.

Siesta Campers hat Abholstationen in Lissabon, Faro und Porto, mit Einwegoptionen, sodass du die gesamte portugiesische Küste entlangfahren kannst, ohne zurückzumüssen. Nimm den Van an einem Ort auf, gib ihn an einem anderen ab und mach jeden Kilometer zu einem, der zählt.

Los geht’s

Die Orte oben sind Ausgangspunkte, kein Drehbuch. Portugals Küste belohnt die, die ihrem Instinkt folgen, die anhalten, wenn ein Ort richtig aussieht, einen Tag länger bleiben als geplant und den Platz finden, der auf keiner Liste steht. Der Van macht all das möglich.

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